Zurück zur Übersicht "Schulleben" 2002/03 Personelles & Organisatorisches im laufenden SchuljahrGeschichtliche Entwicklung unserer Schulezurück zur StartseiteTermine für Eltern und SchülerLernspiele, Lernhilfen & WeblinksMeinungen und Standpunkte intern und externMail an Schulleitung und Verwaltung
     
    Grundschule Wiesau
Schule Fuchsmühl    
 
 Erkundung der renovierten Burgruine Weißenstein 

HERBSTWANDERTAG
der Klassen 3c und 4b am 02.10.02

Nach der Restaurierung und Wiedereröffnung bekam die Burgruine erstmals offiziellen Besuch von zwei Grundschulklassen aus Fuchsmühl. Sie waren am Ziel ihres Herbstwandertages mit dem Vorsitzenden Norbert Reger vom Heimatverein „Steinwaldia“ Pullenreuth verabredet, der als verantwortlicher Koordinator für die Umbaumaßnahmen den Kindern über Burg und Bauarbeiten sachkundig Auskunft gab.

 

Das herrliche Spätsommerwetter über dem Steinwald spornte die Klassen 3c und 4b in Begleitung von Lehrerin Gabriele Vollath und Lehrer Helmut Höcht zusätzlich an, dass die Wanderstrecke von Fuchsmühl über den Hackelstein zur Burgruine Weißenstein in nur knapp anderthalb Stunden zurück gelegt wurde. Nach dem steilen Anstieg über den Kiebitzstein bot sich ein überwältigender Anblick der freigelegten und restaurierten Burganlage. In der Morgensonne erstrahlte sie in neuem Glanz. Kran, Maschinen und Gerüste waren endlich verschwunden. Der um etwa 3 Meter aufgestockte Bergfried ragte majestätisch in den Himmel. Nach einer kurzen Pause am Informationspavillon waren die Kinder nicht mehr zu bremsen und sie stiegen zur Aussichtsplattform hinauf, um ringsum den weiten Ausblick zu genießen, mit Ausnahme auf den Heimatort. Fuchsmühl blieb immer noch hinter dem Hackelstein verborgen.

 

Geschichtsunterricht im Wohnbereich der Burg

Beim Abstieg traf auch Herr Reger ein, der die Besucher auf das südöstliche, ehemalige Wohnplateau führte. Von hier konnte man einen großen Teil der einstigen Burg mit den frei gelegten Außenmauern überblicken. Darüber wusste Herr Reger Interessantes zu berichten und beantwortete viele neugierige Fragen über die Entstehung der Burg, das harte Leben darauf und über die Erneuerung der Burg.

 

Seit über 5 Jahren wurden hauptsächlich von freiwilligen Jugendlichen und Rentnern der Gesellschaft "Steinwaldia" unzählige Arbeitsstunden geleistet. Mit ihrer Hilfe wurde vor allem die Ruine von Schutt befreit, die Ringmauer zum Teil aufgetragen und der Zugang neu gebaut. Zuletzt wurde der Einsturz gefährdete Bergfried aufgestockt und wieder begehbar gemacht. Bei den Grabungen hatte man zwar keinen Schatz gefunden, dafür aber eine Menge Tonscherben, die noch wissenschaftlich ausgewertet werden müssten, berichtete Herr Reger weiter. Die erneuerte Burg brachte auch etwas Kurioses zum Vorschein, das die Jungen und Mädchen besonders beeindruckte: Ein wuchtiger Galgenbaum mit einer Schlinge daran. Mit dieser Frage hatte Herr Reger schon gerechnet. Eigentlich stand der uralte, verwitterte Buchenstumpf den Baumaßnahmen im Wege. Doch der Burgbesitzer Baron von Gemmingen- Hornberg hatte die Idee, daraus einen Galgen zu machen.  

 

Der "Galgenbaum"

Sollten am Ende dieses anstrengenden, aber eindrucksvollen Wandertages die Schülerinnen und Schüler so manche Einzelheit nicht mehr wissen, daran und an die Burgruine Weißenstein werden sie sich sicher immer erinnern und dieses lohnende Ausflugsziel auf der Steinwaldhöhe selbst wieder mal besuchen.

 

hoch zum Seitenanfang