Grundschule Wiesau

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Schule Fuchsmühl

 

Von Hexen und Rittern:
Schriftstellerin Marie Luise Kaiser mit ihren Märchen
zu Gast in den 1. und 2. Klassen

29. September 2005

Homepage:
www.marie-luise-kaiser.de

Die "Märchenkönigin" aus dem Schongau erklärte den Kindern zu Beginn, wie sie Märchenerzählerin wurde. Mit 12 Jahren begann sie bereits, eigene Geschichten und Märchen zu schreiben. Diese wurden auch bald in der Zeitung veröffentlicht und so verdiente sie ihr erstes Geld damit. Heute erzählt sie in Schulen und Kindergärten nur selbst verfasste Märchen, die sie mittlerweile in einem Buch gesammelt hat. In den beiden ersten Unterrichtsstunden hatte sie daraus für die 1. Klassen ein Hexenmärchen ausgewählt und mit den Schülern als Bild nachgestaltet.

Nach der Pause waren die Klassen 2a und 2b zur Märchenstunde eingeladen. Für sie hatte Frau Kaiser das  Märchen "Ritter Rollo und der Drache" ausgewählt, mit dem die Erzählerin die jungen Zuhörer in ihren Bann zog. Mit ihrem lustigen und spannenden Vortrag, anfangs ausgeschmückt durch einige  mitgebrachte Bilder fiel allen die gedankliche Reise zurück ins tiefe Mittelalter nicht schwer. Dass dabei das große Plakat noch ziemlich weiß und leer war, hatte seinen Grund.

Alle Kinder hatten nämlich schon Buntstifte und Schere mitgebracht. Im Anschluss an die Erzählung wurde gemeinsam das große Blatt an der Tafel fantasievoll mit allen Einzelheiten zu einem Märchenposter ausgestaltet. Und dabei gab es sogar einen kleinen Preis zu gewinnen, vorausgesetzt ein Schüler traf genau mit seinem Bildchen eine bestimmte, aber vorher geheim gehaltene, Darstellung aus dem Märchen. Das gelang schließlich sogar einem Jungen, dem Daniel, der für seinen Erfolg Applaus erntete.

Der Inhalt des Märchens:
Ritter Rollo (= Kosename von Rolf) lebte auf einer stattlichen Ritterburg, auf der die Burgherrin Kunigunde das Sagen hatte. Am Hofe wurden viele rauschende Feste gefeiert. Eines Tages kam das Ritterfräulein Kunigunde zu Besuch. Rollo verliebte sich auf Anhieb in sie und so feierten beide bald Hochzeit. Nach einem Jahr wurde ihnen ein Sohn geschenkt, den sie selbstverständlich nach dem Vater Rollöchen, also kleiner Rollo, benannten. Als zukünftiger Ritter war dessen Lieblingsspruch bereits mit 4 Jahren: "Wenn ich einmal groß bin, will ich ein Held sein." Wenige Jahre später sollte sich sein Wunsch auch erfüllen. Er traf in den Bergen auf einen Drachen, der einen üblen Mundgeruch hatte und darunter sehr litt. Rollöchen machte sich Gedanken, wie er dem armen Tier helfen konnte. Er probierte, mixte und glaubte, ein geeignetes Gegenmittel aus 20 Zwiebeln und 30 Knoblauchknollen gefunden zu haben: Den Drachenrachenputzsaft, den er in Flaschen abfüllte. Damit marschierte er alleine zum Felsen, hinter dem der Drachen wohnte und rief nach ihm. Dieser nahm die Hilfe Rollöchens freudig an. Aber erst nach der dritten Flasche überdeckte der Drachenputzersaft den fürchterlichen Mundgeruch. Von nun an schlossen beide Freundschaft, aber niemand auf der Burg glaubte dem Rollöchen die Heldentat.- Mit der Zeit wurde der Drache immer trauriger, weil er seinem ritterlichen Helfer kein Geschenk zu bieten hatte.
Rollöchen aber entwickelte sich mit den Jahren wie sein Vater zu einem prächtigen Ritter Rollo, der am Hofe jedes Ritterturnier gewann. Am schönsten daran war, dass ihm danach die Ritterfräulein rote Rosen zuwarfen. Und diese Rosen stammten vom Drachen...

"Und durch die Burg huschte eine Maus und das Märchen ist aus."
 

Videoclip: Rollöchens harter Weg zum Ritter (111 KB)



Höhere Auflösung (Vollbild/834KB)

Videoclip: Rollo besucht den Drachen (110 KB)



Höhere Auflösung (Vollbild/755KB)

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