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Endlich
war es soweit: Donnerstag, 10.10.2002. Unsere Lesenacht
konnte steigen. Meine Mutter brachte Jenny, Eric, meinen
Bruder Jeremias und mich zur Schule, wo wir gemeinsam
mit der ganzen Klasse, 26 Kinder, eine Lesenacht
verbringen sollten. Es war 18.05 Uhr. Schwer beladen
schleppten wir unser Gepäck in die Schule und rannten
mit unseren „Ess-Rucksäcken“ in das Klassenzimmer,
denn dort war ja gemeinsames Abendessen angesagt. Die
meisten Kinder waren ganz aufgeregt und es war ein
Geschnatter im Schulraum.
Wir setzten uns auf unsere Plätze, packten Untersetzer,
Geschirr, Besteck aus und verdrückten unser
mitgebrachtes Abendessen und deckten danach gleich den
Tisch für das Frühstück. Als es bereits finster war,
gingen wir zur Gemeindebücherei im Rathaus.
Dort durfte jeder von uns sich ein spannendes oder
interessantes Buch aussuchen. Ich lieh mir „Mark Mega
und das Phantom“ aus. Schnell liefen wir wieder zur
Schule zurück. Dort angekommen schleppten wir unsere
ganzen Schlafsachen – Schlafsack, Kissen,
Kuscheltiere, Rucksäcke – schnell in die Turnhalle.

Endlich
begann unser Abenteuer Lesenacht. Zur Einstimmung
durften wir Ballspiele machen. Unsere Buben durften
endlich einmal im Turnen Fußball spielen. Die Mädchen
spielten mit Frau Günther in der unteren Turnhalle. Um
20.30 Uhr trafen wir uns wieder in der oberen Turnhalle,
legten uns dort auf die ausgelegten Matten und hatten
nun Zeit, unsere Bücher zu lesen. So ruhig und still
wie in diesen Minuten ist es selten in der Klasse.
Zum Abschluss dieser ersten Lesestunde las uns Herr
Leimgruber noch das spannende Abenteuer vom
geheimnisvollen Ritter vor. Gebannt hingen wir an seinen
Lippen, wie diese Geschichte wohl ausgehen wird. Und um
21.00 Uhr war es dann so weit: Aufbruch zur
Nachtwanderung. Mit Taschenlampen bewaffnet wanderten
wir über Mühlhof, Tirschnitz
zum Kreuzberg und am Friedhof vorbei. Manchen war
da schon etwas mulmig. Unterwegs sahen ich und ein paar
Schulkameraden sogar ein Reh.
Wieder in der Turnhalle angekommen, durften wir nun
unsere mitgebrachten Spiele auspacken, in Gruppen
Monopoly, Herr der Ringe oder andere lustige Spiele
spielen oder lesen. Und wir merkten nicht wie die Zeit
verging, so waren wir bei der Sache.

Manche
wurden nun doch langsam müde und wir richteten unser
Nachtlager her: Matten, Schlafsack, Kissen und
Kuscheltier. Müde verkrochen wir uns in unseren Schlafsäcken
und sehr spät erlosch das Licht in der Turnhalle und
zufrieden schliefen wir alle ein.
Nach einer kurzen Nacht wurden wir schon um 6.15 Uhr
geweckt: es hieß aufräumen, waschen, Zähne putzen und
Gepäck zurücktragen in das Klassenzimmer. Dort frühstückten
wir gemeinsam mit Honig, Marmelade, Nutella, Müsli,
Kaba, Cornflakes, frischen Semmeln und frischer Milch,
die uns von Markus spendiert worden war. Aber leider
hatten wir anschließend Unterricht und manche waren
ganz schön müde und hingen recht schief in ihren Bänken.
Aber
trotzdem war diese Lesenacht ein tolles Erlebnis und ich
hoffe, dass wir sie im Sommer wiederholen.
Janina,
Klasse 4a

  
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