Grundschule Wiesau

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Schule Fuchsmühl


Bahnanlagen sind kein (Abenteuer-) Spielplatz!

Aufklärungsunterricht in den Klassen 1a (hier im Bild) und 1b durch Beamte des  Bundesgrenzschutzes Bärnau

Die Polizeihauptmeister Gottfried Rittig und Klaus Ertl von der Bundesgrenzschutzinspektion Bärnau besuchten am 6. Dezember 2004 auf Einladung die Grundschule Wiesau, um den Schulanfängern in den Klassen 1a und 1b eine Stunde Aufklärungsunterricht über die Gefahren im Bereich von Bahnanlagen zu geben. Dieses Thema stellt auch einen wichtigen Punkt zur Sicherheitserziehung auf dem Schulweg dar. Dabei zeigten die beiden Fachleute vom BGS eindringlich und anschaulich auf, wie Kinder und auch Erwachsene sich schnell in Lebensgefahr begeben, wenn sie sich auf Bahngleisen und Bahnhöfen falsch verhielten oder dort drohende Risiken unterschätzten.

Gerade in Wiesau als Schulort mit Schienenverkehr erschien die Belehrung darüber sehr wichtig, damit die Kinder Gleisanlagen vor allem nicht als Spielplatz missbrauchen und dabei sich, Bahnreisende und den Bahnbetrieb gefährden. Und wenn die Eisenbahn als Fahrgast genutzt wird, ist die volle Aufmerksamkeit in diesem Bereich und die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften geboten, um Unfälle und schwere Verletzungen zu vermeiden.

Dass es leider dennoch zu Unfällen mit Menschen auf Gleisen und Bahndämmen kommt, begründete PHM Ertl vor allem mit drei zusammen treffenden Ursachen. Zum einen wird meist die hohe Geschwindigkeit von Zügen stark unterschätzt. Zum anderen bewegen sich Schienenfahrzeuge außerdem viel leiser fort als Autos im Straßenverkehr und werden gerade deshalb zu spät wahrgenommen. Und drittens können Züge auf ihren Schienen nicht ausweichen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Mit Modellen wurden von den Polizisten Größen- und Gewichtsvergleiche aufgezeigt und in einem Film wurde demonstriert, wie viel länger der Bremsweg eines schwer gewichtigen Zuges auf glatter Eisenschiene im Vergleich zum bereiften Auto auf der Straße ist.

Gerade Erwachsene müssten Vorbilder sein, meinte Herr Ertl weiter, wenn es um Sicherheit auf Bahnanlagen ginge. Doch dem ist nicht immer so: Manche nehmen lieber eine verbotene Abkürzung über das Gleis, anstatt die sichere Unter- und Überführung zu nutzen oder halten nicht den Sicherheitsabstand, die durchgezogene weiße Linie vor dem Gleis ein.
Die schweren Folgen, wenn man zu nahe am Gleis in den Fahrtensog eines heran nahenden Zuges gerät, konnte man von den über Beamer vorgezeigten Bildern erahnen. Herr Rittig und Herr Ertl machten in diesem Zusammenhang die Kinder mit Warn- und Verbotsschildern sowie mit Absperreinrichtungen wie Umlaufsperre, Andreas- und Drehkreuz vertraut. Sie wiesen eindringlich darauf hin, sich genau daran zu halten.

An Hand von Bildern wurde abschreckend untermalt, wie man sich und andere durch groben Leichtsinn und Unfug in lebensgefährliche Situationen bringt. Es ist  z. B. strengstens verboten auf Gleisanlagen zu spielen, Rangierloks und Masten zu besteigen, Münzen und Steine auf Schienen zu legen, Gegenstände von Brücken oder aus Zugfenstern zu werfen oder sich an solchen hinauszulehnen.

Zurück blickend und zusammen fassend zeigte Toni, der Bär - ein verkleideter BGS-Beamter -  im Film, was die Kinder für die Sicherheit an Bahnanlagen beachten müssen und was verboten ist. Klassenlehrer Helmut Höcht bedankte sich zum Schluss bei den Polizeibeamten für die interessante, kurzweilige Darbietung. Die Schülerinnen und Schüler bedankten sich für Leseheftchen und ein Malbüchlein über das Thema und verabschiedeten sich von den Polizisten.
 

Zum Scherz durften Kinder noch schnell Herrn Ertls Dienstmütze ausprobieren.

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